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Stefanie Langner-Ruta, Herstellungsleiterin der S. Fischer Verlage und Vorstandsmitglied der Arbeitstagung für Herstellungsleiter, hat den Programmschwerpunkt Agilität der diesjährigen Herstellungsleitertagung (25.–27. Mai) in Irsee zusammengefasst. (pubitz - publishing meets business, 8.6.2017):

"Agile Haltung im Wirbelsturm"

Mehr Agilität! So lautet der Ruf auch in Verlagen, insbesondere in Abteilungen, die projektorientiert arbeiten. Digitalisierung, Disruption und beschleunigte Anforderungen in den Verlagen bringen immer mehr Herstellungsleiter dazu, agile Methoden und Tools in der projektorientierten Teamarbeit einzusetzen. Vorgehensweisen aus der Software-Entwicklung wie Scrum, Design Thinking und Kanban-Boards schwappen in die häufig projektmanagement-orientiert arbeitenden Herstellungsabteilungen. Auf der Herstellungsleitertagung 2017 in Irsee haben sich gleich zwei Programm-Punkte mit Agilität befasst. [...]

Autonomie in einem definierten Rahmen

Dass ein entsprechendes Mind-Set unabdingbar ist, um agile Führung einzusetzen, betont auch die Change-Management-Expertin Andrea Tenorth. Ausgangslage ist der „digitale Wirbelsturm“, der in gravierenden – teils disruptiven – Transformationsprozessen Verlage vor völlig neue Herausforderungen stellt: Vorhersagen zur Entwicklung des Marktes, zu Auflagenhöhen und zu Produkten werden immer unsicherer, das Wettbewerbsumfeld komplexer.

Eine solche Situation, die nach dem VUCA-Modell mit Volatilität, Ungewissheit, Komplexität und Ambivalenz verknüpft ist, erfordert Tenorth zufolge eine Führung, die Mitarbeiter befähigt, auf wechselnde Gegebenheiten schnell und kreativ reagieren zu können. Teamentwicklung, Vision, Strategie und Selbstführung sind dabei entscheidende Faktoren und unterscheiden sich deutlich von traditionellen Ansätzen, in denen Kompetenzen und Verantwortlichkeiten über abgrenzende personengebundene Hierarchien definiert sind. Ist die Autonomie der Mitarbeiter innerhalb eines definierten Rahmens groß, nähert man sich der agilen Arbeitsweise in einer Abteilung.

Im Best-Practice-Austausch der Herstellungsleiter in Irsee ist allerdings auch die Erkenntnis gereift, dass es nicht um einen vollständigen Paradigmenwechsel geht: „Wir machen schon ganz schön viel agil – und haben ab jetzt einen Namen dafür.“

 

Fränkische Nachrichten 30.9.2016 / Andrea Tenorth referierte beim Gewerbeverein Grünsfeld

"Agilität braucht auch Stabilität"

Grünsfeld. Einen Informationsabend zum Thema "Agil führen - agiles Arbeiten" mit der Referentin Andrea Tenorth aus Heidelberg veranstalteten die Stadt Grünsfeld und der Gewerbeverein Grünsfeld für Firmen aus Grünsfeld im neuen "Treffpunkt" in Zimmern.

Nach der Begrüßung der Anwesenden, die aus vielen verschiedenen Branchen kamen, durch Bürgermeister Joachim Markert und dem 1.ten Vorsitzenden des Gewerbevereins Grünsfeld e.V., Ludwig Panter, stellte sich Frau Andrea Tenorth vor. Das Thema des Abends lautete: Agil führen – agiles Arbeiten und handelte von den Schlüsselfaktoren agiler Methoden zur Führung im digitalen Wandel.

Andrea Tenorth, viele Jahre Leiterin für Herstellung, Einkauf und Prozessmanagement in großen deutschen Medienhäusern und heute Beraterin und Coach für Führungskräfte, erklärte, warum Agilität und Stabilität in einem Unternehmen zusammengehören wie zwei Waagschalen einer Waage.

Unsere (Geschäfts-)Welt wird immer digitaler. Daraus ergibt sich ein neuer Anspruch an Führung. Die Agilität ist als Schlüssel für die digitale Zukunft zu verstehen. Dadurch wird Arbeit neu organisiert und Führung neu verteilt, man erhält ein Gegenmodell zu starren Prozessen und festen Strukturen und kann sich flexibel auf Marktveränderungen einstellen. Aber auch Agilität braucht Stabilität. Dies erreicht man durch das Einführen eines Werterahmens mit den Kernwerten Sinn, Vertrauen und Verantwortung. Diese Werte einzuführen, vorzuleben und mit den täglichen Aufgaben der Mitarbeiter zu verknüpfen, ist die wichtigste Führungsaufgabe in agilen Umgebungen. Wirksame Führung entsteht durch transparente Rollen sowie echte Beziehungsarbeit und eigener Selbstreflexion. Sie ist die Basis für Empathie. Um die Selbstreflexion und das Selbstbewusstsein zu erhöhen, kann ein Coach behilflich sein.

Am Ende ihres Vortrages fasste Andrea Tenorth noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen, bevor die Möglichkeit bestand, Fragen an sie zu stellen. Die Zuhörer hatten den Einblick bekommen, warum Agilität und Stabilität zusammengehören, was die digitale (R)Evolution oder Transformation  oder Disruption mit sich bringen, welche Branchen als erste davon betroffen waren und sind und wie es weitergehen könnte, welche Management-Methoden bisher entwickelt wurden, um den digitalen Anforderungen der Technik und des Marktes gerecht zu werden, welche Schlüsselfaktoren diese Methoden stark machen und welche Anforderungen an Führungskräfte und Unternehmer sich daraus ergeben.

Im Anschluss daran wurde noch an den Stehtischen lebhaft diskutiert und der Abend durfte bei guter Bewirtung durch die Frauengemeinschaft Zimmern ausklingen. (Fränkische Nachrichten, 30.9.2016)

"Standards schaffen Spielräume"

Durch den digitalen Wandel stehen in der Buchbranche viele Arbeitsabläufe auf dem Prüfstand. Wie Verlage sich dafür mit Prozessmanagement rüsten können, erläutert Beraterin Andrea Tenorth im Interview mit dem Buchreport (29.7.2014):

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Brücken bauen für den Fluss der Bits und Bytes

Um E-Books zu entwickeln, müssen Abteilungen enger kooperieren. Bastei Lübbe zeigt, wie die Zusammenarbeit funktionieren kann. Herstellungsleiterin Andrea Tenorth erläutert im Gespräch mit buchreport (20.4.2011), wie der Publikumsverlag seine Flexibilität erreicht hat:

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